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Weinkulturen in Österreich durch Hochwasser und Hagel punktuell geschädigt

Aufgrund von Schätzungen der Weinbaureferenten der STATISTIK AUSTRIA könnte die heurige Weinernte mit 2,546.300 hl knapp über dem Vorjahresergebnis (+1%) und 5% über dem langjährigen Durchschnitt liegen, obwohl die Wetterkapriolen, wie Trockenheit, Hagel oder Hochwasser den Rebkulturen zusetzten. Nennenswerte Ertragseinbußen durch das Hochwasser im Donau-, Kamp- und Kremstal waren aber nur punktuell in Tallagen zu verzeichnen, wo in unmittelbarer Flussnähe ganze Rieden durch die Strömung entwurzelt wurden. Es kann aber derzeit noch keine Aussage darüber abgegeben werden, ob die Trauben, die zur Gänze überflutet wurden, zur Weinerzeugung herangezogen werden können, da eine Geschmacksbeeinträchtigung durch die Schlammeinwirkung nicht auszuschließen ist. Den nachhaltigsten Schaden verursachte das Hochwasser an Wachauer Steinterrassen, deren Wiederaufbau einer hohen Kraftanstrengung der betroffenen Winzer bedarf.

Hohe Schäden durch Hagel wurden im besonderen aus dem Kremstal gemeldet, wo mit 87.200 hl ein Ernterückgang von 9% prognostiziert wird. In Summe werden aus Niederösterreich 1,561.400 hl Wein erwartet, was einem Plus von 1% gegenüber 2001 entspricht. Zuwächse von 4% werden aus der Wachau auf 79.400 hl und aus der Thermenregion auf 86.000 hl erwartet. Das Weinviertel - Österreichs größtes Weinbaugebiet - dürfte mit 936.600 hl ein Plus von 2% erwirtschaften.

Im Burgenland könnte die langandauernde Trockenheit die Weinernte mit 774.800 hl (-0,4%) knapp unter das Vorjahresergebnis drücken. Besonders in den Weinbaugebieten Mittelburgenland (-3%), Südburgenland (-3%) und Neusiedlersee-Hügelland (-1%) sind Einbußen zu erwarten, während das Weinbaugebiet Neusiedlersee mit einem Plus von 1% auf 413.700 hl besser abschneiden dürfte.

Steirische Winzer können heuer mit 189.200 hl eine um 2% höhere Weinernte erwarten, wobei die stärksten Zuwächse mit 2% für die Südoststeiermark und Südsteiermark auf 68.000 hl bzw. auf 97.800 hl prognostiziert werden, gefolgt von der Weststeiermark mit 1% auf 23.400 hl.

Die Entwicklung der Trauben allgemein wird österreichweit deutlich besser beurteilt als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres; der Prozentsatz von Verrieselungsschäden wird aber mit 4% (2001: 3%) höher eingeschätzt. Aufgrund der starken Niederschläge der letzten Wochen wird über ein verstärktes Auftreten von Pilzinfektionen (Peronospora und Botrytis) berichtet.

 

 

 

 

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