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STAATLICHES WEINBAUINSTITUT FREIBURG

REBSCHUTZDIENST ÜBERREGIONALE MITTEILUNG NR. 4 VOM 9. MAI 2003

In den Abendstunden vom 8. Mai sind in einigen Regionen schwere Gewitter niedergegangen. Insbesondere das Stadtgebiet Freiburg und die dazugehörigen Orte am Tuniberg waren besonders betroffen. Mit den Gewitterstürmen ging teilweise heftige Hagel einher. Über das Ausmaß der Hagelschlag liegen im Moment noch keine Meldungen vor, es ist aber mit Schäden am Austrieb zu rechnen. Laut Wettervorhersage sind in den nächsten Tagen keine Gewitter zu erwarten.

In den Gebieten, in denen Gewitter mit heftigen Niederschlägen stattgefunden haben, waren die Bedingungen für Primärinfektionen durch die Rebenperonospora erfüllt. Hier ist mit einem Ausbruch der Rebenperonospora ab Ende nächster Woche zu rechnen. Die Wetterprognose sagt für die nächsten Tage wech-selhaftes Wetter mit geringer Neigung zu Regenschauer vorher. Unter diesen Witterungsbedingungen be-steht für die nächste Woche keine erhöhte Infektionsgefahr durch Rebenperonospora.

HINWEISE ZUM REBSCHUTZ

In den vom Hagel betroffenen Gebieten sind im Moment keine zusätzlichen Pflanzenschutzmaß-nahmen erforderlich.

1. Rebenperonospora: In Gebieten mit mehr als 10 mm Niederschlägen am 8. Mai sind aufgrund der Primärinfektionen bis Mitte nächster Woche gezielte Behandlungen mit einem zugelassenen Kontakt-fungizid erforderlich. Genaue Angaben über Primärinfektionen in Ihrem Gebiet erhalten Sie von Ihrer örtlichen Weinbauberatung. In Gebieten mit weniger als 10 mm Regen/Tag ist im Abstand von 4-6 Tagen nach dem nächsten Niederschlagsereignis die Behandlung durchzuführen (nächsten Hinweis zum Rebschutz bzw. Ansage der örtlichen Weinbauberatung beachten). In Gebieten mit Primärinfektio-nen am 30. April (z.B. Markgräflerland) ist die nächste Behandlung im Abstand von 10-12 Tagen nach der vorhergegangenen, spätestens bis Mitte nächster Woche, durchzuführen.

2. Echter Mehltau (Oidium): In Befallslagen (stärkerer Befall im letzten Jahr, "Oidiumfiguren" auf dem Holz) ist bei der anstehenden Behandlung gegen Rebenperonospora Netzschwefel (3,6 kg/ha) auszubrin-gen.

Freiburg Fax-Nr.: 0761-4016570

Regionale Hinweise erhalten Sie von den Anrufbeantwortern der örtlich zuständigen Weinbauberater unter den Rufnummern: Bereich Kraichgau-Bergstraße 0180 5 197 197 15, Bereich nördliche Ortenau 0180 5 197 197 16, Bereich südliche Ortenau u. Breisgau 0180 5 197 197 17, Bereich Kaiserstuhl 0180 5 197 197 19, Bereich Tuniberg 0180 5 197 197 20, Bereich Markgräflerland 0180 5 197 197 21, Bereich Bodensee 0180 5 197 197 22 Für spezielle Auskünfte erreichen Sie uns in der Zeit von 730 - 900 Uhr unter der Telefonnummer 0761- 40165-945. Ab 900 Uhr wird auf die regionalen Warndienste verwiesen.

 

 

 

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