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Deutscher Weinmarkt wächst weiter

Weinkäufe erreichen neue Höchstmarke Die Deutschen entwickeln sich zu einer Nation von Weingenießern.Zu diesem Schluss kommt man angesichts des ständig steigenden Weinabsatzes in Deutschland.

Der bereits seit längerem zu beobachtende Trend zunehmender Weinkäufe dominiert auch im ersten Halbjahr 2002 die Marktanalyse von 17.000 Haushalten durch die Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk). Mit 550 Mio. hl erreichte die eingekaufte Weinmenge in sechs Monaten einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei gaben die Deutschen 1,7 Mrd. € (+1,7 % Marktanteil) für Wein aus, der so seine Markt-führerschaft gegenüber den anderen alkoholischen Getränken wie z.B. Bier (-0,7 % Marktanteil) weiter ausbauen konnte. Wie Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts, erläuterte, konnten von diesem Trend in erster Linie die deutschen Rotweinerzeuger profitieren. Sie setzten bis Ende Juni 8,6 % mehr Wein ab als im ersten Halbjahr 2001.

Besonders erfreut zeigt sich Armin Göring über die stabile Preissituation für deutschen Wein: "Mit einem Durchschnittspreis von 2,47 € für eine 0,75 l-Flasche konnten unsere Erzeugnisse bei zum Teil drastischen Preiseinbrüchen der ausländischen Mitbewerber ihr Vorjahresniveau halten. Die Preisdifferenz zu Importweinen hat sich im ersten Halbjahr auf durchschnittlich 0,53 € deutlich erhöht. Im Rotweinbereich liegt sie sogar bei etwa 1,- €".

Die Gfk-Analyse bestätigte in diesem Zusammenhang auch die allgemein zu beobachtende Preissensibilität der Verbraucher, wovon in erster Linie die Discount-Märkte profitierten. Sie legten in den ersten beiden Quartalen im Weinabsatz um beachtliche 14,7 % zu. Bei einem Durchschnittspreis von 1,57 € wurden in diesem Marktsegment allein 43,3 % aller Weinkäufe getätigt. Die Weinerzeuger, übrigens die beliebteste Einkaufsquelle für deutschen Wein, behaupteten sich in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld allerdings ohne Mengeneinbußen. Sie verkauften 36,7 % der heimischen Produkte direkt an den Endverbraucher.

Positives gibt es auch aus dem Weinexport zu vermelden. Zwischen Juli 2001 und Juni 2002 nahm die Exportrate um 4,6 % auf 2,3 Mio. hl zu. Besonders erfreulich stellt sich die Entwicklung der Durchschnittserlöse dar, sie sind um 8,2 % auf 364,5 Mio. € gestiegen. England ist mit einem Exportanteil von 42 % der mit Abstand bedeutendste Absatzmarkt für deutsche Weine im Ausland. Weitere wichtige Abnehmerländer sind die Niederlande, Japan, die USA und Schweden. Sowohl im Export wie auch im Import zählen neben den hochwertigen Riesling Spätlesen und edelsüßen Spezialitäten die harmonisch trockenen Classic- und Selection-Weine zu den erfolgreichsten deutschen Imageträgern.

 

 

 

 

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