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Besseres
Image für deutsche Weine
Umfangreiche Milieustudie untersucht die Verbrauchereinstellung
zu deutschem Wein
Das Ansehen deutscher Weine hat sich in den letzten Jahren deutlich
gebessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, vom DWI in
Auftrag gegebene Studie des Marktforschungsinstituts SINUS Sociovision,
Heidelberg.
Sie
beruht auf der Basis einer Analyse vorhandener Daten (10.000
Personen) sowie darauf aufbauenden intensiven Einzelexplorationen
und Gruppendiskussionen. Während vor zehn Jahren insgesamt noch
ein sehr traditionell geprägtes, "verstaubtes" Bild vom deutschen
Wein vorherrschte, gelten deutsche Weine heute als modern und
zeitgemäß.
Weinkenner
werden zu Weinliebhabern Aber nicht nur die Weine, auch die
Weinverbraucher haben sich in den letzten Jahren verändert.
Zwischen 1992 und 2002 hat sich die Gruppe der traditionell
orientierten Verbraucher etwa halbiert. Mit einem Anteil von
40 % zählt mittlerweile der "moderne Mainstream" zur bedeutendsten
Bevölkerungsschicht. In Bezug auf den deutschen Wein zeichnet
sich diese Gruppe durch eine prinzipielle Offenheit aber faktische
Zurückhaltung aus. Wie die aktuelle Studie belegt, geht der
"neue Weinkonsument" heute sehr viel unbefangener an das Produkt
Wein heran als früher. Die Weinkennerschaft steht nicht mehr
im Vordergrund, sie steht gleichberechtigt neben dem Wunsch
neue Genüsse zu entdecken. Neugier und Offenheit ohne professionellen
Anspruch; Leidenschaft, ohne sich zu verlieren; Gelassenheit
und Anti-Perfektion, dies sind die Werte in der neuen deutschen
Weingenusswelt. Der "homo ludens" befasst sich nicht verbissen,
sondern entspannt-spielerisch mit dem Thema Wein.
Profilierungschancen
für deutsche Weine Die Stärken der deutschen Weine liegen eindeutig
in seiner verlässlichen Qualität. Den heimischen Weinerzeugern
wird von allen Konsumenten ein professionelles Know-how attestiert.
"Die hervorragenden Qualitäten der heimischen Produkte sind
noch zu wenig bekannt", wird von vielen Befragern reklamiert.
Darüber hinaus fehlt speziell der größten Zielgruppe, dem modernen
Mainstream, oftmals die Orientierung in der deutschen Weinvielfalt.
Hier bieten die relativ neuen Classic- und Selection-Weine mit
ihrem definierten Geschmacksprofil eine wertvolle Hilfestellung.
Für DWI-Geschäftsführer Armin Göring ist die vorliegende Studie
aber auch ein eindeutiges Signal an die Weinwirtschaft, bestehende
Defizite insbesondere in den Bereichen Emotionalität, Sinnlichkeit
und Lifestyle abzubauen: "Erforderlich ist eine gekonnte Verbindung
von Tradition und Moderne, bei gleichzeitiger Weltoffenheit,
die beispielsweise durch die "Neue Winzergeneration" kommuniziert
werden kann. Hinzu kommen muss in jedem Fall der emotionale
Faktor: Lebensfreude, Genuss und Sinnlichkeit - aber auf eine
glaubwürdige, authentische Art."
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