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Kooperationen im Weinbau

Bauckhage: Land unterstützt erfolgreiche Modelle

Das Land unterstützt über seine Lehranstalten und Beratungsstellen Kooperationen zwischen Weinerzeugern und Weinvermarktern. Das hat der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hans-Artur Bauckhage mitgeteilt und einige erfolgreiche Projekte beispielhaft vorgestellt.

Im Weinbereich werden 13 Kooperationen zwischen Weinvermarktern und Weinerzeugern weitestgehend durch Mitarbeiter der Beratungsstellen betreut. Teilweise werden die Projekte auch über einen der elf weinbaulichen Beratungsringe unterstützt. Für die Ringberater gibt das Land allein im Jahr 2002 Zuschüsse von rund 240 000 Euro. Landesweit werden jährlich 7,9 Millionen Liter „Projektweine" produziert.

In Rheinhessen werden im Qualitätstraubenprojekt beispielsweise 700 000 Liter und im Sektprojekt 1,8 Millionen Liter Grundweine erzeugt, die vom Weinberg bis zum Weinausbau durch Ringberater und die SLVA Oppenheim betreut werden. In der Pfalz übernahmen Kellereien und eine Erzeugergemeinschaft seit 2000 rund 500 000 Liter pro Jahr Classic-geeigneten Most von 54 Betrieben. Im Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer nehmen Winzer im Rahmen von drei von der SLVA Trier initiierten Marktprojekten mit einem Volumen von rund 900 000 Litern teil.

„Im Qualitätstraubenprojekt werden die Leistungen der Winzer für bessere Qualität mit Preisen bis zu einem Euro pro Liter honoriert", betonte Bauckhage. Am Premiumweinprojekt „Roter Hang" nehmen in Rheinhessen mit Betreuung durch die SLVA Oppenheim zwölf Betriebe seit 2000 teil. Für einen Preis von 1,28 Euro pro Liter liefern sie Most einer definierten Güte an eine Kellerei, bisher wurden rund 70 000 Liter jährlich verarbeitet.

„Wir sehen in einer noch intensiveren, horizontalen und vertikalen Kooperation in der Weinwirtschaft einen zentralen Ansatzpunkt, um die quantitative wie qualitative Ausrichtung der Weinerzeugung an den Erfordernissen des Marktes weiter zu verbessern und die Marktposition der Winzerinnen und Winzer gegenüber den Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen wie dem Lebensmitteleinzelhandel zu stärken", begründete der Minister dieses Engagement.

Eine verstärkte Kooperation in der Weinwirtschaft wird im wesentlichen durch vier Maßnahmen gefördert. Dies sind:

- Im Rahmen der Investitionsförderung in Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen und der „Zukunftsinitiative für den ländlichen Raum" konnten für die Förderperiode 2000 bis 2006 bereits Investitionszuschüsse in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro bewilligt werden.

- Die Förderung von Marketingprojekten erfolgt im Sinne einer marktorientierten Qualitätserzeugung. Die Einführung der beiden Profilweine „Classic" und „Selection" erfordert die Einhaltung definierter Qualitätskriterien und ist seit dem vergangenen Jahr Voraussetzung für die Förderung von Marketingprojekten. Darüber hinaus unterstützt das Land im Rahmen der Marketingförderung Projekte, die im Sinne einer integrierten wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen die Kooperation zwischen der Weinwirtschaft und anderen Wirtschaftssektoren, insbesondere die Kooperation mit Unternehmen der Gastronomie und des Tourismus verstärken sollen. Beispielhaft hierfür sind einige Projekte, die seit 1997 im Zuge der Umsetzung des integrierten Entwicklungskonzeptes „Weinkulturlandschaft Mosel" verwirklicht werden konnten.

- In den vergangenen Jahren konnten mit fachlicher Begleitung durch die Staatlichen Lehr- und Versuchs- / Forschungsanstalten innerhalb der Winzerschaft und mit Kellereien zahlreiche Pilotprojekte auf den Weg gebracht werden. Zielsetzung ist hierbei eine verstärkte qualitative Ausrichtung der Erzeugung an den Erfordernissen des Marktes. Im Mittelpunkt stehen hierbei verlässliche Partnerschaften zwischen Erzeugerzusammenschlüssen und Verarbeitungs- und/oder Vermarktungsunternehmen. Die Experten der staatlichen Lehr- und Versuchs- / Forschungsanstalten haben die beteiligten Weinbaubetriebe insbesondere beim Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen in der Erzeugung und bei der Herstellung von Kontakten mit Verarbeitungs- und/oder Vermarktungsunternehmen unterstützt.

- Ringberater betreuen in geförderten Beratungsringen horizontale und vertikale Kooperationen, die insbesondere die Ziele Qualitätsmanagement, Qualitätsverbesserung und Vermarktung verfolgen.

 

 

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