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HERBSTAUSSICHTEN
DER ECOVIN-ERZEUGER IN BADEN
Herbst 2002: Qualität und Menge stimmen - Aussichten der ECOVIN-Erzeuger
für den neuen Jahrgang: Biowinzer in Baden sehen hervorragende
Voraussetzungen für gute Weine FREIBURG.
Ideale
Voraussetzungen für einen hervorragenden Jahrgang sehen die
Winzer von ECOVIN Baden gegeben: Die Qualität stimme und die
vorhergesehenen Erntemengen lieferten gute Voraussetzungen,
um durch eine Regulierung des Ertrags das Qualitätsniveau zu
steigern. Mit dem Lesebeginn zum Herbstanfang am 23. 9. rechnet
Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden, mit guten Ergebnissen
der rund 80 ECOVIN-Erzeuger in allen Regionen Badens.
Die
Voraussetzungen für den guten Zustand der Reben habe die Witterung
bereits im Juni geschaffen, berichtet Paulin Köpfer. Die erfolgreiche
Blüte brachte einen sehr guten Traubenansatz und schuf vom Traubenangebot
auch gute Voraussetzungen, um mit einer Mengenregulierung Qualität
und Ertrag ins richtige Verhältnis zu setzen. Nach der kurzen
Blütezeit folgte eine gleichmäßige Reife der Traubenbeeren,
unterstützt durch eine gute Wasserversorgung.
Die
Qualitätsvoraussetzungen seien bei allen Sorten gut, berichtet
auch Matthias Wolff. Der Berater für ökologischen Weinbau am
Landwirtschaftsamt auf der Emmendinger Hochburg hat vor allem
durch seine Begehungsrunden in allen Weinbauregionen Baden-Württembergs
einen guten Überblick über den Zustand vor Ort. Die Mengen seien
zielgerichtet so, dass durch Regulierung Qualität und Menge
optimal zu steuern seien. Und vor allem dort, wo der Ertrag
reguliert wird, seien dann "Superqualitäten" zu erwarten, so
Wolff.
Dass die zu erwartende Menge den Biowinzern noch Qualitätsspitzen
erlaubt, sei unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass
keine größeren Unwetterschäden verzeichnet wurden. Auch den
Falschen Mehltau hätten die badischen Bio-Erzeuger in der Regel
gut im Griff gehabt: "Ein Befall von 5 bis 10 Prozent fällt
kaum ins Gewicht", meint Paulin Köpfer, der selbst einen Betrieb
im Markgräflerland leitet. Die ECOVIN-Erzeuger in Baden bewirtschaften
rund 300 Hektar nach den Richtlinien für biologischen Anbau
und erzeugten im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen Liter Biowein.
Noch abzuwarten sei eine Qualitätsbeeinflussung durch Botrytis,
die jetzt ebenfalls stark von der Witterung abhängt. Durch das
Ausschneiden der befallenen Trauben sei hier aber kaum mit einem
Qualitätsverlust zu rechnen. Auch das Laubwerk sei in einem
guten Zustand. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen die Winzer
einen Vorsprung von etwa einer Woche. Schon jetzt erwartet man
bei den Burgundersorten durchschnittlich 80 bis 90 Grad Oechsle.
Die Lese wird zwar für einzelne Sorten und Regionen schon mit
dem Herbstanfang am 23.9. beginnen, die Hauptlese wird allerdings
im Oktober stattfinden, um das Qualitätspotenzial auszuschöpfen.
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