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Schluss
mit Dauerbilligpreisen
Bauern und Winzer sind mit ihrer Geduld am Ende Koblenz. Die
Landwirte und Winzer in Rheinland-Pfalz sind mit ihrer Geduld
am Ende. Dauertiefpreisangebote bei Nahrungsmitteln müssen endlich
der Vergangenheit angehören. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes
Rheinland-Nassau, Leo Blum, kündigte bereits vor einigen Wochen
an, dass ohne ein Einlenken der Discountermärkte die Landwirte
und Winzer Aktionen gegen Dauertiefpreise bei Nahrungsmittel
durchführen würden. "Es ist fünf vor zwölf", erklärte der Präsident.
"Wenn die Vertreter der wichtigen Discounterketten nicht endlich
auf das Gesprächsangebot des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau
reagieren, werden Aktionen durchgeführt". "Wir werden die Öffentlichkeit
auf die missliche Lage in der Lebensmittelbranche aufmerksam
machen, denn den Bürgerinnen und Bürgern darf nicht vorgegaukelt
werden, dass Dauerbilligpreise und Qualität vereinbar wären",
zeigte sich Präsident Blum erbost. Mehrausgaben in Höhe von
5 Cent pro Liter Milch würden bei einem Verbrauch von 1 Liter
pro Familie und Tag 1,50 € an Mehrausgaben pro Monat ausmachen.
Ähnlich sehe es bei Fleisch, Wein, Obst und Gemüse aus. Diese
geringen Mehrausgaben von etwa 10 € im Monat stärkten die Arbeitsplätze
in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelbranche und erhielten
ein hohes heimisches Qualitätsniveau bei der Nahrungsmittelerzeugung.
Die Pflege der Kulturlandschaft werde von der Gesellschaft gewünscht.
Hierfür sei aber eine wirtschaftlich gesunde Landwirtschaft
und ein starker Weinbau unerlässlich. Außerdem führe ein qualitätsbewusstes
Kaufverhalten zu einer dauerhaften großen Auswahl an heimischen
Lebensmitteln, da sich die Betriebe in der Region wirtschaftlich
halten könnten. Die Kaufkraft würde nicht abwandern sondern
bliebe in der Region! Hierauf werde der Bauern- und Winzerverband
Rheinland-Nassau in den Aktionen aufmerksam machen.
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