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Wein-
und Sektprämierung 2002
Eymael: Prämierungsergebnisse spiegeln hervorragenden Jahrgang
wider
„Der Jahrgang 2001 spiegelt sich in den ausgezeichneten Prämierungs-Ergebnissen
wider", sagte Günter Eymael, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen
Weinbauministerium, anlässlich der feierlichen Wein- und Sektprämierung
2002 in Trier. Die Erfolge basieren auf einer marktgerechten
Produktion, auf tragfähigen Qualitätskonzepten sowie einem modernen
und attraktiven Marktauftritt vieler Weingüter, Erzeugergemeinschaften,
Winzergenossenschaften und Kellereien. „Hier werden unter hohem
personellen Einsatz der Winzerfamilien gute Erlöse erzielt und
gute Einkommen erwirtschaftet", betonte Eymael. Mit der Landesweinprämierung
der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz erhalten die Erzeuger
ein gutes Marketinginstrument, um sich im Wettbewerb von der
Konkurrenz abzugrenzen. Zudem werde dem Verbraucher eine wertvolle
Orientierungshilfe für die Kaufentscheidung geboten.
Laut einer Analyse des Deutschen Weininstituts, das gemeinsam
mit der Forschungsanstalt Geisenheim regelmäßig die Entwicklung
am deutschen Weinmarkt bewertet, zeichne sich derzeit im Lebensmitteleinzelhandel
deutschlandweit eine Verlagerung des Weineinkaufs in niedrige
Preisgruppen ab. Ein Grund hierfür ist laut Analyse ein zunehmender
Investitions- und Konsumverzicht der Verbraucher auf Grund der
gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland,
aus dem die Discounter mit ihrer preisaggressiven Vermarktung
als Gewinner hervorgehen. „Die Einkaufsmenge Wein der privaten
Haushalte in den Discountern ist von 37,2 Prozent im ersten
Halbjahr 2000 auf 43,3 Prozent im ersten Halbjahr 2002 angestiegen",
so Eymael. Um dem Weinbau in Rheinland-Pfalz eine vernünftige
Zukunftsperspektive zu geben, bedarf es deshalb einer verlässlichen
sowie markt- und zukunftsorientierten Weinwirtschaftspolitik.
„Erfolgreiche Konzepte müssen aus der Weinwirtschaft heraus
entwickelt werden", forderte Eymael und lobte in diesem Zusammenhang
die Konzeptentwicklung und Umsetzung der Kampagne Riesling S
des Weinbauverbandes Mosel-Saar-Ruwer. „Die Weingüter der Mosel
erkennen die Chancen, suchen den Leistungsvergleich und setzen
die Weinprämierung gezielt für ihr Marketing ein", lobte Eymael.
Auch
in der vom Landwirtschaftsministerium eingeleiteten Agrarverwaltungs-Reform
sieht Eymael eine große Chance für die rheinland-pfälzische
Weinwirtschaft. „Wir wollen vor allem eine am Bedarf der Praxis
orientierte Reform, für eine Struktur, die dem Landwirt und
Winzer sowie dem gesamten ländlichen Raum Dienstleistungen anbietet
und die Hilfen gibt, die im Wettbewerb und für die Entwicklungen
der Regionen erforderlich sind", erläuterte der Staatssekretär
die Ziele der neuen Reform. Deshalb werden aus 21 Landesinstitutionen
sieben selbstständige Dienstleistungszentren mit gebündelten
Kompetenzen für Schule, Beratung, Versuchswesen und Landeskulturverwaltung,
bei der jede Region entsprechend ihres speziellen Bedarfs berücksichtigt
werde. Für das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer sei ein Dienstleistungszentrum
Mosel mit Standort in Bernkastel-Kues vorgesehen. Dieser Standort
werde sich künftig spezialisiert den besonderen Fragen des Steillagenweinbaus,
der Qualitätsförderung des Rieslinganbaus und der Oenologie
der Rieslingweine widmen. Mit diesem Arbeitsschwerpunkt entspreche
das künftige Dienstleistungszentrum Mosel den besonderen Anforderungen
des Weinbaus in dieser Region. „Mit dieser Struktur schaffen
wir eine leistungsfähige Agrarverwaltung für eine leistungsfähige
Weinwirtschaft im Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer", so Eymael.
Die Konzentration der Aufgabenwahrnehmung mit landesweiter Kompetenz
werde an Schwerpunktstandorten geschaffen. Es erfolge eine Bündelung
von Sachverstand und damit ein verbessertes Angebot für die
Kunden, das heißt für Weinbau und Landwirtschaft. Somit könne
Doppelarbeit vermieden werden. Eine bessere Aufgabenkoordinierung
und die Konzentration auf Kernaufgaben sollen eine deutliche
Kostenreduzierung ermöglichen. Die staatlichen Dienstleistungen
werden aber auch einer konsequenten Aufgabenkritik unterzogen.
Es werde geprüft, ob Aufgaben wie etwa die Agrarforschung nicht
kostengünstiger und wirtschaftlicher in privater Rechtsform
betrieben werden können. Ferner werde geprüft, ob und welche
Aufgaben auf die Landwirtschaftskammer, die Bauern- und Winzerverbände
oder auf die Privatwirtschaft übertragen werden könne. „Die
Vorteile dieser landesweiten Organisationsänderung liegen auf
der Hand: Das Dienstleistungsangebot für die Bevölkerung im
ländlichen Raum wird zusammengefasst und mit weniger Aufwand
bleibt ein qualifiziertes Angebot erhalten", resümierte der
Staatssekretär.
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