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Rheingau-Winzer bieten Spitzenweine der Kategorie «Erstes Gewächs»
Die
Produktion von Spitzenweinen hat sich im Rheingau im vergangenen
Jahr nahezu verdoppelt. Wie der Weinbauverband Rheingau am Montag
auf Schloss Vollrads bei Oestrich-Winkel bekannt gab, stieg
die Zahl der Spitzenweine in der Kategorie «Erstes Gewächs»
von 29 im Jahrgang 2000 auf 55 Weine im Jahrgang 2001. Weinbau-Präsident
Richard Nägler führte den deutlichen Anstieg der Spitzenerzeugnisse
vor allem auf den sehr guten Witterungsverlauf im Jahr 2001
zurück. Aber auch das gestiegene Kundeninteresse mache den Winzern
zunehmend Mut, sich stärker auf das «Erste Gewächs» zu konzentrieren.
Trotz der deutlich gestiegenen Menge blieben diese Weine aber
«etwas Besonderes», betonte Nägler. Weine der Kategorie «Erstes
Gewächs» sind nach Angaben des Verbandes die einzigen in Deutschland,
die auf wissenschaftlich geprüften Einzellagen produziert werden.
Damit entscheiden nicht die Winzer, sondern Fachleute über die
Vergabe der Bezeichnung für eine bestimmte Weinlage. Die Auszeichnung
«Erstes Gewächs» wird im Rheingau seit dem Jahr 1999 verliehen.
2000 waren den Angaben zufolge 21 Betriebe mit 29 Weinen und
insgesamt 35 000 Liter Wein erfolgreich. Für den Jahrgang 2001
bewarben sich bislang 60 Betriebe mit 83 Weinen um die Bezeichnung
«Erstes Gewächs», 42 Betriebe schafften mit 55 Weinen die Bewertungsprüfung.
Damit wurden 2001 bereits 71 000 Liter «Erstes Gewächs» produziert.
Aufgrund der Nachfragen für weitere Prüfungstermine rechnet
der Verband sogar mit 90 000 Litern für das Jahr 2001. Im Jahr
2002 bekundeten dem Verband zufolge bereits 128 Betriebe die
Absicht, ein «Erstes Gewächs» erzeugen zu wollen, 2001 waren
das noch 118 gewesen.
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