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Weinbau
in Rheinhessen mit Trend zum Rotwein
Das Weinanbaugebiet Rheinhessen ist mit insgesamt 1401 Quadratkilometern
Fläche und 26 333 Hektar bestockter Rebfläche das größte in
Deutschland. Von 133 Gemeinden in dem Gebiet betreiben 130 Weinbau.
Der Weinanbauverband Rheinhessen zählte im Jahr 1999 insgesamt
4705 Betriebe, davon vermarkten 2218 ihre Flaschenweine selbst.
Die Weinernte 2001 erbrachte auf 25 188 Hektar Ertragsfläche
insgesamt 2,4 Millionen Hektoliter Wein, das entsprach 95 Hektolitern
pro Hektar. Davon waren 79 Prozent Weißwein und 21 Prozent Rotwein.
Die
häufigste Rebsorte in Rheinhessen ist mit einem Anteil von 20
Prozent der Müller-Thurgau, gefolgt vom Silvaner mit 11,3 Prozent
und dem Riesling mit 9,9 Prozent. An vierter Stelle steht inzwischen
mit einem Anteil von 8,3 Prozent der Anbaufläche der Dornfelder,
gefolgt von Kerner mit 7,5 Prozent und Portugieser Rotwein mit
7 Prozent. Damit liegt neuesten Zahlen zufolge der Rotweinanteil
in Rheinhessen inzwischen bei 22 Prozent - Tendenz steigend.
Seit 1990 wurden den Angaben zufolge rund 3000 Hektar Rebfläche
neu mit Rotweinsorten bestückt.
Worms
hat der traditionellen Rotweinstadt Ingelheim inzwischen den
Rang als größte Rotweingemeinde in Rheinhessen abgelaufen: In
Worms werden derzeit 369 Hektar Rotwein betreut, in Ingelheim
sind es 312 Hektar. An dritter Stelle liegt die Stadt Alzey
mit 164 Hektar Rotwein. Worms ist mit 158 Hektar ebenfalls Dornfelder-Champion
im Land, während Ingelheim beim Portugieser mit 122 Hektar und
beim Spätburgunder-Klassiker mit 120 Hektar Spitze ist.
Inzwischen bieten auch große Kellereien Rotweine aus Rheinhessen.
Am erfolgreichsten ist dabei den Angaben des Weinbauverbandes
zufolge die Kellerei Racke mit dem «Rebian's», einem Cuvée aus
Dornfelder und Spätburgunder. Deinhard bietet in diesem Herbst
erstmals ebenfalls ein trockenes Rotweincuvée aus Rheinhessen
an. Als dritter im Bunde offeriert Peter Mertes einen «Dornfelder
Classic».
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