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Förderung
zur Aufgabe von Fassweinbetrieben weiter aufgeschoben
Das Landesprogramm zur Aufgabe von Fassweinbetrieben im Land
kann auch in diesem Herbst nicht umgesetzt werden. Die Europäische
Union habe «erhebliche Bedenken» gegen das 12-Punkte-Programm
der Landesregierung vorgebracht, räumte Weinbauminister Hans-Artur
Bauckhage (FDP) am Donnerstag im Mainzer Landtag ein. So verlange
die EU etwa, dass die von der Regierung geplanten Pauschalbeträge
zur Stilllegung von Fassweinbetrieben in ein Gesamtkonzept zur
Umstrukturierung des Weinsektors eingebunden werden. Das Land
wollte ursprünglich bereits zum Herbst 2001 die Aufgabe unrentabler
Kellerwirtschaften im Fassweinbereich fördern.
Bauckhage
zufolge verlangt die EU zudem die tatsächliche Verschrottung
von Fässern und Tanks. Auch soll die Hälfte der Beihilfekosten
aus Beiträgen der Weinwirtschaft gedeckt werden. Die Landesregierung
werde «einen Teil der Vorgaben» erfüllen können, über den Rest
würden derzeit Gespräche mit der EU geführt, sagte der Minister.
Das Programm der Landesregierung könne deshalb zum Herbst 2002
nicht mehr in Kraft treten.
Die
CDU-Opposition kritisierte die Verzögerung scharf und warf Bauckhage
vor, das Programm erst im April 2002 und damit viel zu spät
bei der EU vorgestellt zu haben.
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